Aus alt mach neu: Die Bell P-39 soll wieder fliegen

Wir haben eine neue Herausforderung: Die Überreste einer alten Bell P-39 Airacobra dienen als Vorlage für einen flugfähigen Wiederaufbau des Jagdbombers aus den 1940er-Jahren. Gefischt aus einem Moor in Papua-Neuginea, lagern Rumpf und Flügelteile nun in unserer Halle und warten auf ihren Einsatz.

Das Besondere an dem Flieger: Er besitzt einen Mittelmotor, der direkt hinter dem Pilotensitz eingebaut ist, sowie ein Bugradfahrwerk , was zur damaligen Zeit ungewöhnlich war. Eingesetzt wurde der Jagdbomber, der seinen Jungfernflug im Jahr 1939 absolvierte, vor allem im Zweiten Weltkrieg. Über Papua-Neuginea lieferten sich die Alliierten damit Luftgefechte gegen die Japaner, später wurde sie auch gegen Hitlerdeutschland über der Ostfront eingesetzt.

Allerdings brachte der Mittelmotor dem Flieger kein Glück: Er beeinträchtigte die Leistung des Turboladers, stieg daher nur mühsam und war letztlich leicht abzuschießen, weshalb die Airacobra sich im Einsatz über Papua-Neuginea erheblich schwerer tat als die Flugzeuge des japanischen Gegners. Andererseits war die Sicht aufgrund des verlagerten Schwerpunkts sehr gut, weshalb die Russen die Airacobra – im Gegensatz zu ihren amerikanischen Kollegen – äußerst schätzten.

Im Verlauf der 1940er-Jahre wurde die „Bell“immer wieder weiterentwickelt und optimiert. In fast 3000 Metern Höhe erreichte sie eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 621 Kilometern pro Stunde! Die Produktion der Bell P-39 wurde 1944 eingestellt. Für einen Kunden erwecken wir sie in den kommenden zweieinhalb Jahren wieder zum Leben!